Klinik für Infektiologie

Transplantationsinfektiologie

Eine zentrale Herausforderung in der Transplantationsmedizin ist das hohe Infektionsrisiko. Patienten haben nach Organtransplantation ein deutlich erhöhtes Risiko, an schweren Infektionen zu erkranken oder sogar zu versterben. Häufig handelt es sich dabei um Infektionen mit atypischen, auch opportunistisch genannten Erregern, die bei gesunden Menschen meist harmlos sind. Seit Jahren untersuchen und optimieren Mediziner und Wissenschaftler am Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation prophylaktische Therapien und Impfungen, um solche Infektionen bei Organempfängern zu vermeiden oder besser behandeln zu können.

Das deutlich erhöhte Risiko für Infektionen nach Organtransplantation ist durch die notwendige immunsuppressive Therapie erklärt, welche nicht nur Abstoßungsreaktionen unterdrückt, sondern auch die Abwehr von Infektionen einschränkt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Westdeutschen Zentrum für Infektiologie untersuchen intensiv, welchen Einfluss verschiedene immunsuppressive Therapien auf die Immunantwort von transplantierten Patienten haben.

Eine sehr effektive Maßnahme Infektionen zu verhindern, sind Impfungen. Bei transplantierten Patienten ist die Herausforderung bei Impfungen keine unerwünschten Abstoßungsreaktionen zu provozieren. Mit einer detaillierten Analyse der Immunität nach Impfungen können Mediziner bei Organ-Empfängern besser beurteilen, wie effektiv eine Impfung war und inwieweit der Körper der Patienten nach einer Transplantation einen ausreichenden Impfschutz aufbauen konnte. Deshalb ist es das übergeordnete interdisziplinären Arbeitsgruppe mit dem Institut für Transfusionsmedizin, innovative Diagnosemethoden bei Transplantat-Empfängern zu etablieren und zu verbessern. Solche Nachweismethoden helfen dabei, auch schwache Reaktionen des Immunsystems zu messen und zu erkennen, ob der Körper eine Infektion abwehren könnte.

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